Gesangs-Stipendium – neuer Termin in 2021

Das für den 06. November 2020 geplante Vorsingen für ein Gesangsstipendium des Gürzenich-Chores kann aufgrund der Corona-Beschränkungen leider nicht stattfinden.

Der Termin wird auf unbestimmte Zeit ins Jahr 2021 verschoben und an dieser Stelle bekannt gegeben.

Vor diesem Hintergrund werden weitere Bewerbungen gerne entgegen genommen. An die Adresse stipendium@guerzenich-chor.de kann Ihre/Deine Bewerbung per eMail eingereicht werden.

 

Johann Sebastian Bach, Messe in h-Moll BWV232

Sonntag, 18. Februar 2018 | Päpstliche Basilika St. Marien | Kevelaer

Sonntag, 25. Februar 2018 | Philharmonie Köln

Dankbar blicken wir auf unser Jubiläumskonzert zurück. Die Hohe Messe in h-Moll, das “Opus Ultimum” von Johann Sebastian Bach war für uns und offensichtlich auch für viele Zuhörer in zwei Konzerten ein besonderer Höhepunkt in unserer Chorgeschichte.

Wir danken allen Beteiligten für das große Engagement!

Mechthild Bach, Sopran

Kai Wessel, Altus

Tobias Hunger, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Concerto con Anima, Konzertmeisterin: Ingeborg Scheerer

Gürzenich-Chor Köln

Gesamtleitung: Christian Jeub

Pressestimmen

Der Kölner Stadtanzeiger berichtete am 28.02.2018 im Kulturteil über das Jubiläumskonzert in der Kölner Philharmonie

Schlagkräftige Truppe

https://www.ksta.de/kultur/klassik-schlagkraeftige-truppe-29792770

KLASSIK Bachs h-Moll-Messe mit dem Gürzenich-Chor
Von Bedeutung und Qualität hätte das Konzert auch dem 200. Geburtstag des Gürzenich-Chores gefrommt. Aber es war nur der relativ krumme 190., den das Ensemble in der Philharmonie unter seinem Leiter Christian Jeub mit einer Aufführung von Bachs h-Moll-Messe beging. Die Mini-Formationen der historischen Aufführungspraxis wickeln die Bach’schen Chorwerke tendenziell sportlich ab, trimmen die Musik auf unangenehm virtuos.
Da war es schön zu erleben, wie sich ein großer Kölner Traditionschor, wiewohl mit Concerto con Anima unter Konzertmeisterin Ingeborg Scheerer von einer ausgewiesenen Alte-Musik-Crew begleitet, dieser Neigung verweigerte und auf Ausformulierung, individuelle Satzprofile, auch auf spirituelle Versenkung in die Sache setzte.
Mit Schlafmützigkeit hat all das nichts zu tun, zumal der Chor in Bachs beschwingten 3/8-Sätzen sehr wohl loslegen kann – aber sie mutieren halt nicht zu Schnellwalzern. Jeub ist jeder flächigen 08/15-Darstellung abhold – was zumal an der ausgefeilten Binnendynamik und der artikulatorischen Durchbildung des Chorsatzes erkennbar wurde. Dabei tut er sogar manchmal des Guten zu viel. Wie die Japser von Bergsteigern, denen auf 8000 Höhenmetern die Puste ausgeht, müssen die “eleisons” dann doch nicht klingen.
In Sachen Disziplin, Klangschönheit, Agilität und runde Kraft hat Jeub den Chor zu einer schlagkräftigen Truppe geformt. Freilich: Allem hörbaren Training zum Trotz kamen die Koloraturen dann doch nicht mit jener perlenden Leichtigkeit, wie man sie von Profi-Chören gewohnt ist und manche Übergänge klapperten. Leichte Defizite müssen also verschmerzt werden – was überzubewerten aber unfair wäre. Der Gürzenich-Chor ist und bleibt ein – sehr gutes – Laienensemble.
“Concerto con Anima” agierte, auch in den solistischen Leistungen (Flöte, Horn) sehr ansprechend, Einbußen waren bei den – grippehalber ersatzgeschwächten – Vokalsolisten hinzunehmen. Für Sybilla Rubens und Matthias Rexroth hatten Mechthild Bach (Sopran) und Kai Wessel (Altus) einspringen müssen – sicherlich metiersichere Künstler, deren Stimmen aber kaum die Weite des Philharmonierunds füllen konnten. Da konnten ihnen Tobias Hunger (Tenor) und Klaus Mertens (Bass) positiv so einiges vormachen. (Mas)
In der Kölnischen Rundschau erschien am 28.2.2018 diese Kritik von Olaf Weiden:

 

Virtuos in lange Koloraturketten geschickt

Der Gürzenich-Chor feiert seinen 190. Geburtstag mit Johann Sebastian Bachs h-Moll Messe

190 Jahre besteht der Gürzenich-Chor. Tatsächlich gilt er immer noch als städtischer Konzertchor, ein Alleinstellungsmerkmal in der reichen Kölner Chorszene, und dies durfte jetzt in der gut besetzten Philharmonie gefeiert werden – mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Denn die wird heuer sogar 270 Jahre alt.
Seit 2011 kümmert sich Christian Jeub um die traditionsreiche Laienformation, und letztere schlug sich in der anspruchsvollen Messe außerordentlich. Der Chor singt hier die Hauptrolle, wird rhythmisch gefordert, doppelchörig geteilt, virtuos in lange Koloraturketten geschickt und auf Spitzentöne gesetzt.

Gerade diese gefielen besonders gut in den niemals forcierenden Sopranstimmen und im locker gesetzten Chortenor, der Problemstimme bei vielen Ensembles. Das “Gürzenich-Chor Stipendium” geht dieses Problem aktiv an und ermöglicht Schülern oder jungen Erwachsenen die Schulung zu Tenören – mit hörbar gutem Erfolg.

Und Jeub schonte seine Truppe keineswegs. Er schlug flotte Tempi an, so im “Cum sancto Spiritu”, wo der Dirigent eine abdriftende Chorstimme – eine wirkliche Ausnahme – mit großer Routine gleich wieder einfing. Auch eine solche Korrekturreaktion zeichnet ein gutes Ensemble aus.

Der Chorleiter vermittelte auch dem Orchester “Concerto con Anima” seine Vorstellungen, nur die klangliche Gewichtung der alten Instrumente gelang nicht gleich, da wurden die Holzbläser mehrfach von den Streichern überblendet. Sehr originell und wirkungsvoll gelang der Auftritt des Hornisten im “Quoniam tu solus”, denn er trat zum ehrwürdigen Bass-Solisten Klaus Mertens vor das Orchester und musizierte seine Hornpartie auswendig. Die Auftrittsstrecke bot dem Publikum zudem Gelegenheit zu einem kollektiven Hustengewitter – auch das lockert die Gemüter in Erkältungstagen.

Mertens’ Bass, eine legendäre Bank für Bach, dürfte bald fünfzigstes Bühnenjubiläum feiern und erfreut immer noch.

Tenor Tobias Hunger besitzt mit etwas enger, aber höhensicher bruchlos geführter Stimme Evangelisten-Qualität, die er den Arien angedeihen ließ. Kai Wessel versah souverän die Alt-Partie. Schön mischten sich die Stimmen in seinen Duetten mit Sybilla Rubens, die besonders in der höheren Sopranlage wirklichen Glockenklang erzeugte – in einer feierlich konzertanten sehr gelungenen Messfeier. (wei)

 

 

Köln / Kevelaer 22.2.2018

Nach unserem ersten Konzert in der wunderbaren Marienbasilika in Kevelaer erschien in der Rheinischen Post vom 20.2.2018 diese Kritik:

Langer Applaus für Bachs Meisterwerk

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kevelaer/langer-applaus-fuer-bachs-meisterwerk-aid-1.7407113

 

__________________________________________________________________________________

 

Kölner Stadtanzeiger und Kölnische Rundschau zum Reformationskonzert in der Philharmonie

“500 Jahre Reformation”- Mendelssohns Lobgesang op. 52.  Das Presseecho des Kölner Stadt-Anzeigers über das Konzert am Reformationstag  ist hier noch einmal nachzulesen. Die Zusammenarbeit mit den vier anderen Chören, mit dem Gürzenich-Orchester und vor allem mit dem Dirigenten der Aufführungen, Hartmut Haenchen, war ein herausragendes Erlebnis für uns.

 

Konzertkritik Kölner Stadt-Anzeiger vom 2.11.2017

Konzertkritik Kölnische Rundschau vom 30.10.2017

 

 

 

Rückschau

Wir schauen dankbar und erfüllt auf zwei großartige Konzerterlebnisse zum 190jährigen Bestehen des Gürzenich-Chores zurück.

Für uns und auch für viele unserer Zuhörer in Kevelaer und der Kölner Philharmonie waren es ganz besondere Erlebnisse!

Auch die Kritiken über unsere Konzerte fielen ausnahmslos positiv aus.

Weitere Infos und Kritiken finden Sie in der Rubrik Aktuelles/Pressestimmen

Eine Live-Probe des Chores, gesendet auf WDR 5 MusikBonus, 18.08.2018

Im Juni 2018 bekamen wir ungewöhnlichen Besuch während einer Chorprobe. Zur Vorbereitung eines Hörfunkbeitrages über den Chorgesang als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe besuchte uns die Rundfunkjournalistin Elise Schirrmacher. Sie verfasste ein halbstündiges Feature über den Gürzenich-Chor, das dann am 18. August 2018 bei WDR 5 gesendet wurde.

Hier können Sie den Beitrag nochmals anhören::

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sinfonie-Kantate Lobgesang op. 52

In Erinnerung an Martin Luther und seine 95 Thesen: 500 Jahre Reformation 

29. Oktober 2017 | 11 Uhr | Kölner Philharmonie

30. Oktober 2017 | 20 Uhr | Ebd.

31. Oktober 2017 | Dto. | Ebd.

Ein weiteres großes Konzertereignis in unserem Jubiläumsjahr 2017 fand in Kooperation mit dem Gürzenich-Orchester und vier weiteren Kölner Chören statt. Auf dem Programm stand u. a. der “Lobgesang”, die Sinfonie Nr. 2 in B-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy. Diese großartige Sinfoniekantate aus dem Jahr 1840 stand im Mittelpunkt des Programms, welches das Gürzenich-Orchester aus Anlass der 500-Jahr-Feier der Reformation in der Kölner Philharmonie unter dem Dirigat von Hartmut Haenchen aufführte.

Es erklangen außerdem die “Feuerwerksmusik” von Georg Friedrich Händel und die “Sinfonie in einem Satz” von Bernd Alois Zimmermann.

Anna Lucia Richter, Sopran

Esther Dierkes, Sopran

Patrick Grahl, Tenor

Gürzenich-Chor Köln [Einstudierung Christian Jeub]

Chor des Bach-Vereins Köln [Einstudierung Thomas Neuhoff]

Kartäuserkantorei Köln [Einstudierung Paul Krämer]

Oratorienchor Köln [Einstudierung Andreas Meisner]

Vokalensemble Kölner Dom [Einstudierung Eberhard Metternich]

Gürzenich-Orchester Köln

Hartmut Haenchen, Dirigent [Gesamtleitung]

Workshop mit Frieder Bernius erfolgreich beendet

Nach Simon Carrington 2013 und Gary Graden 2015 hatte der Gürzenich-Chor mit Frieder Bernius einen weiteren international renommierten Chorleiter für einen Workshop zu Gast. Anhand von romantischen a cappella-Werken von Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Brahms, und Reger konnte der Chor an vier Tagen viele neue Anregungen und Impulse von dem erfahrenen Chorleiter mit nach Hause und in die weitere Probenarbeit mit seinem Chorleiter Christian Jeub nehmen.

Während der Anfang des Workshops am Mittwoch Abend für die meisten Sängerinnen und Sänger nach einem regulären Arbeitstag erst einmal eine mentale Umstellung und durchaus anstrengende Konzentrationsübung bedeutete, gewann der Chorklang im Laufe der folgenden drei Tage immer mehr an Homogenität. Nach der guten Vorbereitung durch Christian Jeub waren die Notentexte zwar schon gut studiert, aber bis daraus stimmige und stimmungsvolle Werke der Romantik wurden, gab es noch allerhand zu tun. Für Frieder Bernius war daher klar: „Ich bin Profi, da fängt der Spaß erst an, wenn es klappt“.

Und bis es klappte, standen im Wesentlichen zwei Arbeitsschwerpunkte im Focus, an denen Bernius mit dem Gürzenich-Chor intensiv arbeitete: Zum einen die Intonation, die bei unbegleiteter „a cappella“-Chormusik oft schwierig ist, weil die instrumentale Stütze entfällt. Zum andern die Vokalfärbung, die einen wesentlichen Einfluss sowohl auf die Intonation als auch auf die Homogenität des Chorklanges hat.

Und so begann Bernius, die Akkorde auseinander zu nehmen, bis die Intonation in den Stimmgruppen stimmte und die Chormitglieder merkten, wo sie noch nachbessern müssen. Eine „Hörschule“ war das ebenso wie eine Singschule. „Hören Sie mal zu, ob die Kolleg(inn)en alle dasselbe singen“, war die Anregung, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, im Probenalltag allerdings manchmal in Vergessenheit gerät. Das Wort heißt „wieder“, nicht „wida“… Frieder Bernius machte vor, wie es besser geht. Aber: „Wir wollen Musik machen, nicht Texte üben“, lautete der Appell an die Sänger. Der Weg gehörte hier durchaus wesentlich zum Ziel dazu, denn das Abschlusskonzert am Samstag war zwar das offizielle Ziel und Ende, aber die Entwicklung bis dahin das eigentlich Wesentliche des Workshops.

So ging es auch in den Proben immer wieder um Details: In der „Frühlingsahnung“ von Mendelssohn will der Sopran z. B. mal richtig zeigen, was er kann. Das aber ist dem Meister zu viel des Guten. Duftig, zart soll es sein, eben nur eine Ahnung, keine Gewissheit. Das ist nicht nur beim romantischen Repertoire die höhere Chorkunst, die der Leiter u. a. des renommierten Stuttgarter Kammerchores zweifellos beherrscht und mit seinen Profisängern in zahlreichen Aufnahmen und Konzerten vielfältig demonstriert hat. Sein Wissen und die jahrelange Erfahrung gibt er nun mit vielen Anregungen auch an die Sängerinnen und Sänger des Gürzenich-Chores weiter. Die müssen sich aber erst einmal darauf einstellen, denn auch für sie ist es eine große Umstellung, unter einem anderen Dirigenten zu proben.

Ganz besonderes Augen- bzw. Ohrenmerk legte Frieder Bernius auf die Vokalfärbung. Immer wieder korrigierte er den Chor oder einzelne Stimmen und lenkte die Aufmerksamkeit dabei auf die richtige Aussprache: Ein offenes „e“ ist ein anderer Vokal als ein geschlossenes „e“, wie auch in den beiden Wörtern „seliges Genügen“, wie sie z. B. in der „Waldesnacht“ von Johannes Brahms vorkommen. Viermal steht dort der gleiche Buchstabe, und dreimal muss er anders klingen. Eine solche Arbeit am Detail ist anstrengend, zeigt aber schnell Wirkung: oft schon nach einer Anmerkung oder korrigierten Wiederholung klingt die entsprechende Stelle ganz anders, und meistens deutlich besser.

Nach vier Tagen war dann am Ende des Workshops während des Konzertes in der Trinitatiskirche auch deutlich zu hören, dass sich die gemeinsame Arbeit gelohnt hat. Das Publikum dankte es mit stehenden Ovationen, und wir danken Frieder Bernius für seine Arbeit und Inspiration!

Mitgliederversammlung

Unser Vorstand ist seit der Mitgliederversammlung am 24. August 2020 wieder komplett. Gewählt wurde Katrin Engels, die zuvor schon im Vorstand als Schriftführerin aktiv war. Unser Kassenwart Uli Krämer wurde für weitere zwei Jahre bestätigt. Als neue Schriftführerin freuen wir uns, dass Ute Onnebrink den Vorstand bereichert. Erster Vorsitzender ist Rolf Winkelmann.

Das Protokoll dieser Versammlung findet ihr hier